Impulse und Andachten

  
von Diakonin Susanne Bühler
Am 13.10. hat das Ampelmännchen Geburtstag. Dieses Jahr ist es 65 Jahre alt geworden diese kleine Figur mit ihrer großen Aufgabe: Manchmal leuchtet sie grün und sagt damit: „Los geht's!“ Manchmal leuchtet sie rot und macht deutlich: „Stopp, warte ab!“
Neben Straßenampeln kennen wir alle auch andere Übergänge und Situationen, wo es heißt: „Auf, los jetzt!“ oder „Halt, stopp, warte!“
Wer oder was motiviert dich loszugehen? Was gibt dir Mut, etwas Neues auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen oder auf andere zuzugehen?
Und: Wer darf dich auch mal bremsen und dir sagen: „Halt, so nicht“ „Pass auf,“ „Denk noch einmal nach.“
 
von Diakonin Susanne Bühler
„Ein neuer Tag beginnt und ich freu mich..." So beginnt ein Lied von Helga Poppe. Jetzt hat ein neues Schuljahr begonnen. Wie beendest du diesen Satz: „Ein neues Schuljahr beginnt und ich
... freue mich?
... habe Angst?
... bin gespannt?
... habe keine Lust?
 
von Diakonin Susanne Bühler
Sie sind unterwegs auf dem See. Erst ist alles ruhig und friedlich, doch dann wird es stürmisch, die Wellen schlagen hoch. Sie rudern und rudern und versuchen sich durchzukämpfen. Irgendwie vorwärts. Irgendwie durchhalten. 
Kommt dir bekannt vor? Schule, Zeitdruck, Erwartungen, Terminflut… Hauptsache irgendwie durchhalten und standhalten.
Die Jünger, die meinten, dem Sturm ganz allein ausgeliefert zu sein, sehen plötzlich Jesus. Nicht am Ufer, nicht weit weg, sondern mitten im Sturm kommt er auf sie zu, und sagt: „Habt Mut. Ich bin da. Fürchtet euch nicht.“ (Mt 14,27)
von Diakon Hans-Christian Benner
Ich habe es geschafft! Oft denke ich diesen Satz, wenn ich abends nach Hause komme. Manchmal erschöpft, manchmal stolz und manchmal auch enttäuscht. Meine Gedanken kreisen, um das, was war, was ich durchlebt habe. Auch das, was mich am nächsten Tag erwartet, beschäftigt mich manchmal schon. Es geht ganz viel um mein Leben und mich. Das brauche ich auch um abschalten zu können von allem und mich zu organisieren und doch verliere ich dadurch etwas wesentliches aus dem Blick: Meine Mitmenschen.
 
Andacht zum Monatsspruch Mai 2026
„Diese Hoffnung haben wir als einen Anker der Seele, der sicher und fest ist." (Hebräer 6,19) 

Stell dir vor: Du bist mit Freunden zelten. Der erste Abend ist traumhaft – Lagerfeuer, Sterne, gute Stimmung. Aber mitten in der Nacht zieht ein Gewitter auf. Wind peitscht übers Feld, Regen trommelt aufs Zelt. Und dann – platsch – liegt das ganze Zelt auf dir drauf. Warum? Die Heringe haben nicht gehalten.
 
Ein Zelthering klingt nach Kleinigkeit. Unscheinbar, dreckig, im Boden verschwunden. Niemand fotografiert den Hering, alle fotografieren nur das tolle Zelt. 
Ich bin fasziniert von klassischen Labyrinthen, deren Weg über viele Kreise unausweichlich zur Mitte führt. Und gerade dort, wo der Weg lang wird und du am weitesten von der Mitte entfernt scheinst, bist du ihr tatsächlich am nächsten.
Manchmal fühlt sich der Glaube genauso an. In der Monatslosung sagt Jesus zu Thomas:
„Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ (Joh 20,29)
von Diakonin Susanne Bühler
Ein neues Jahr liegt vor uns. Die Jahreslosung unterstreicht den Neubeginn: Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5)
Ich mag Neues. Denn neue Dinge sind besonders, wertvoll und funktionieren noch einwandfrei. Ich mag es, Menschen kennen zu lernen und Neues zu entdecken. Deshalb mache ich auch selten am gleichen Ort Urlaub. Neues sorgt für Kribbeln im Bauch, hält Abenteuer bereit und wehrt langweiligem Alltagstrott.
von Diakonin Susanne Bühler
Wer oder was hilft mir, in dem weiten Meer der Möglichkeiten und Herausforderungen nicht unterzugehen?
Woran orientiere ich mich?