Impulse und Andachten

  
von Diakonin Susanne Bühler
Die Pfingstrosen blühen schon. Sie leuchten herrlich und zeigen: Es ist nicht mehr weit. Bald ist Pfingsten. Bald sind Ferien. Endlich. Zeit zum Luftholen und sich mal wieder einen „anderen Wind um die Nase wehen“ zu lassen.
Die Pfingstrosen blühen schon. Diese leuchtend roten Feuerbälle weisen darauf hin, was Christ*innen an Pfingsten feiern. Im 2. Kapitel der Apostelgeschichte ist von Feuer die Rede und vom brausenden Wind.  Vom Funke, der überspringt und vom Wind, der belebt und (Herzens-) Türen öffnet. Hier herrscht plötzlich ein anderer Geist: Gottes Geist. Der Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (2.Tim 1,7). Es ist ein Team-Geist, der gegenseitiges Verstehen schenkt. Ein Geist der Ermutigung inmitten von Angst und Resignation. Ein Tröster inmitten von Leid und Traurigkeit. Ja, plötzlich weht da ein anderer Wind, der aufschauen und aufhorchen lässt.
von Diakon Hans-Christian Benner
Ich habe es geschafft! Oft denke ich diesen Satz, wenn ich abends nach Hause komme. Manchmal erschöpft, manchmal stolz und manchmal auch enttäuscht. Meine Gedanken kreisen, um das, was war, was ich durchlebt habe. Auch das, was mich am nächsten Tag erwartet, beschäftigt mich manchmal schon. Es geht ganz viel um mein Leben und mich. Das brauche ich auch um abschalten zu können von allem und mich zu organisieren und doch verliere ich dadurch etwas wesentliches aus dem Blick: Meine Mitmenschen.
 
Andacht zum Monatsspruch Mai 2026
„Diese Hoffnung haben wir als einen Anker der Seele, der sicher und fest ist." (Hebräer 6,19) 

Stell dir vor: Du bist mit Freunden zelten. Der erste Abend ist traumhaft – Lagerfeuer, Sterne, gute Stimmung. Aber mitten in der Nacht zieht ein Gewitter auf. Wind peitscht übers Feld, Regen trommelt aufs Zelt. Und dann – platsch – liegt das ganze Zelt auf dir drauf. Warum? Die Heringe haben nicht gehalten.
 
Ein Zelthering klingt nach Kleinigkeit. Unscheinbar, dreckig, im Boden verschwunden. Niemand fotografiert den Hering, alle fotografieren nur das tolle Zelt. 
Ich bin fasziniert von klassischen Labyrinthen, deren Weg über viele Kreise unausweichlich zur Mitte führt. Und gerade dort, wo der Weg lang wird und du am weitesten von der Mitte entfernt scheinst, bist du ihr tatsächlich am nächsten.
Manchmal fühlt sich der Glaube genauso an. In der Monatslosung sagt Jesus zu Thomas:
„Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ (Joh 20,29)
von Diakonin Susanne Bühler
Ein neues Jahr liegt vor uns. Die Jahreslosung unterstreicht den Neubeginn: Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5)
Ich mag Neues. Denn neue Dinge sind besonders, wertvoll und funktionieren noch einwandfrei. Ich mag es, Menschen kennen zu lernen und Neues zu entdecken. Deshalb mache ich auch selten am gleichen Ort Urlaub. Neues sorgt für Kribbeln im Bauch, hält Abenteuer bereit und wehrt langweiligem Alltagstrott.
von Diakonin Susanne Bühler
Wer oder was hilft mir, in dem weiten Meer der Möglichkeiten und Herausforderungen nicht unterzugehen?
Woran orientiere ich mich?