
Gedanken zur Jahreslosung 2026
von Diakonin Susanne Bühler
Ein neues Jahr liegt vor uns. Die Jahreslosung unterstreicht den Neubeginn: Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5)
Ich mag Neues. Denn neue Dinge sind besonders, wertvoll und funktionieren noch einwandfrei. Ich mag es, Menschen kennen zu lernen und Neues zu entdecken. Deshalb mache ich auch selten am gleichen Ort Urlaub. Neues sorgt für Kribbeln im Bauch, hält Abenteuer bereit und wehrt langweiligem Alltagstrott.
Doch ich mag Neues nur dann, wenn ich es mir selbst aussuchen kann. Es gibt Veränderungen und Neuanfänge, die ich nicht will, weil sie mir Angst machen, eine Nummer zu groß sind oder Liebgewonnenes in Frage stellen. In mancher Hinsicht bin ich ein „Gewohnheitstier“ und mag Sicherheit und Routine. Zudem bin ich überzeugte Second-Hand Käuferin. Also „alles neu“ muss nun wirklich nicht sein.
Die neue Jahreslosung steht - vermutlich nicht nur bei mir - in dieser Spannung zwischen Freude und Abwehr. Gott spricht: „Siehe ich mache alles neu.“ Das kann in schweren Momenten trösten und Hoffnung schenken. Es wird nicht für immer dunkel bleiben, es werden andere Zeiten kommen. Und wenn wir uns zu sehr in Gewohnheiten festfahren und sich Bequemlichkeit breit zu machen droht, sorgt die Jahreslosung für Beweglichkeit und Offenheit. Es geht auch anders. Gott spricht: Siehe ich mache alles neu.“
Ich wünsche Euch, dass - wie beim Popcorn - viel Schönes aufploppt im neuen Jahr und sich so manche Dinge, Gegebenheiten und Gewohnheiten zum Guten verändern.




