Ein Typischer Tagesablauf

  

Bevor alle geweckt werden, wird in der Feldküche das Frühstück vorbereitet. Für die Mitarbeiter wird Kaffee gekocht und jeder aus dem Team sortiert sich seine Materialien für den Tag. 
  

Nach der Morgenrunde wird das gesamte Lager geweckt. Meistens spielt dazu ein Mitarbeiter eine Melodie auf einem Blasinstrument.
  

In der Morgenrunde werden noch Details vom Tagesprogramm besprochen und mit den jung-Helfern (Grafen) werden die anstehenden Spiele oder die biblischen Geschichten besprochen, die von den Grafen übernommen werden. 
  

Beim Frühstück gibt es unter anderem das legendäre "Schlabber". Ein sehr beliebtes Müsli mit Joghurt, Früchten und als Topping karamellisierte geröstete Haferflocken. Natürlich nur für alle, die wollen. Die meisten feiern das besondere Müsli nach der einen Woche Ritterlager so sehr, dass es mittlerweile Kultstatus erlangt hat.   
  

Nach dem Frühstück gehen alle Teilnehmer des Ritterlagers gemeinsam an einen besonderen Ort um dort eine nacherzählte Bibelgeschichte zu hören. Die Bibelgeschichte wird von den Jung-Helfern, den Grafen gestaltet und entsprechend aufbereitet. 
  

Nun beginnt das Programm des Vormittags. Dies ist jeden Tag etwas anderes. Entweder eine Aktion mit viel Bewegung auf der Wiese, ruhigeres Programm mit Gleichaltrigen oder es startet ein Planspiel, was über den ganzen Tag geht. 
  

Beim Mittagessen treffen sich wieder alle im großen Essenszeit. Man sitzt an Bierbank-Garnituren nach Orden sortiert. Jeder weiß, wo sein jeweils eigenes Geschirr steht. Die Mahlzeiten sind eine ausgewogene Mischung aus gesunden und leckeren Dingen. Dabei achten wir darauf, allen Teilnehmern mit ihren Bedürfnissen gerecht zu werden und kochen in der Regel vegetarisch mit Fleisch als Option. Auch Teilnehmer mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten werden berücksichtigt.
  

Die Mittagspause beginnt natürlich erst, wenn alle ihr eigenes Geschirr an der Spühlstraße abgewaschen haben. Dann beginnt eine kurze Zeit, in der immer im Wechsel ein Orden Gemeinschaftsdienste hat, wie z.B. Spüldienst der Kochgeräte und Schüsseln oder Hygienedienst. Es stehen in angenehmer Entfernung mehrere ToiToi-Kabinen, die täglich sauber gehalten werden.
 
Für alle anderen heißt es freie Zeit für einen selbst. Ein beliebtes Angebot ist Brennpeter. Man verziert unter Anleitung seinen Stock, indem man mit einer Art Lötkolben Muster ins Holz brennt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, auf der angrenzenden Wiese mit Bällen zu spielen. 

Beliebt ist in der Mittagspause auch der angrenzende Prinzbach. Eine extra angelegte Badestelle wird auch zum Waschen benutzt. Dafür wird ausschließlich Kernseife verwendet, um die Natur nicht unnötig zu belasten.
  

Beim Nachmittagsprogramm ist Gelegenheit für die Lerneinheiten. Wer den nächsten Rang erreichen will, legt am Ende eine Prüfung ab. Dabei geht es zum Bespiel um so Dinge wie Knoten- oder Feuerkunde, Navigation und Wetter oder Waldkunde.
  

Beim Abendessen sind alle hungrig, von den vielen Aktivitäten. Bei den Mahlzeiten ist immer eine gute Gelegenheit, Dinge der ganzen Gruppe mit zu teilen (was z.B. den weiteren Verlauf des Abends angeht).
  

Abendprogramm bedeutet mal singen am Lagerfeuer, mal Geschichten-Wettbewerb oder auch mal das beliebte Spiel „schlag den Herzog“. 
  

Jedes Gruppenzelt bildet einen Orden. Am Ende es Tages sammeln sich die jeweiligen Bewohner pro Orden in ihrem Ordenszelt. Dort sitzt man im Schein einer Öllampe gemeinsam um einen Tisch und reflektiert den Tag. Hier werden auch die jeweiligen Herausforderungen des entsprechenden Ranges besprochen. Die Ordensrund schließt meistens mit einem Gebet. 
  

Nachtruhe ist in der Regel um 22:00 Uhr. Zähne geputzt wird im Waschzelt, als Klos gibt es ToiToi-Kabinen, die in ausreichender Entfernung stehen. 
  

Wenn alle Teilnehmer in den Zelten Nachtruhe haben, muss sich das Mitarbeiter-Team noch besprechen. Es werden die wichtigsten Dinge vom Tag rückgemeldet und reflektiert sowie der Tagesplan für den nächsten Tag durchgesprochen.